Immobilie bewerten: Was steckt hinter dem eidgenössischen Fachausweis?

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, stösst früher oder später auf eine entscheidende Frage:

Was ist meine Liegenschaft wirklich wert?

Eine fundierte Antwort darauf erfordert mehr als ein Online-Tool oder eine grobe Schätzung. Sie erfordert ausgebildete Fachkompetenz. Genau deshalb freuen wir uns, einen wichtigen Meilenstein zu teilen: Désirée Brunoni hat die eidgenössische Berufsprüfung zur Immobilienbewerterin erfolgreich bestanden und trägt nun den geschützten Titel „Immobilienbewerterin mit eidgenössischem Fachausweis (FA)“.

Was dieser Abschluss bedeutet, was in der Ausbildung vermittelt wird und was das konkret für Sie als Eigentümerin oder Eigentümer bedeutet, lesen Sie hier.

Was ist der eidgenössische Fachausweis Immobilienbewertung?

Der eidgenössische Fachausweis (FA) ist ein vom Bund anerkannter Berufsabschluss auf Stufe der höheren Berufsbildung. Er wird durch die Schweizerische Fachprüfungskommission der Immobilienwirtschaft (SFPKIW) geregelt und setzt eine bestandene eidgenössische Berufsprüfung voraus.

Zur Prüfung zugelassen wird nur, wer mindestens drei Jahre hauptberufliche Praxis in der Immobilienwirtschaft nachweisen kann. Der Abschluss ist damit kein reiner Theorieausweis, sondern eine Kombination aus gelebter Praxiserfahrung und nachgewiesenem Fachwissen, geprüft nach einheitlichen Bundesstandards.

Was lernt man in der Ausbildung zur Immobilienbewerterin?

Die Ausbildung deckt ein breites Spektrum ab. Wer eine Immobilie professionell bewerten will, muss weit mehr beherrschen als Zahlen und Methoden. Hier die zentralen Ausbildungsinhalte:

Bautechnik, Bauschäden und Objektzustand

Eine Immobilienbewertung beginnt am Objekt selbst. Die Ausbildung vermittelt, wie Gebäude bautechnisch beurteilt werden: Welche Bausubstanz liegt vor? Sind Schäden vorhanden, wie Risse, Feuchtigkeitsschäden oder veraltete Haustechnik? Welche Investitionen sind kurz- oder mittelfristig notwendig? Diese bautechnische Einschätzung fliesst direkt in die Wertermittlung ein, denn ein Mehrfamilienhaus mit anstehendem Sanierungsbedarf wird anders bewertet als eine neuwertige Liegenschaft. Wer ein Mehrfamilienhaus verkaufen möchte, weiss: Käufer und Banken stellen genau diese Fragen.

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Eine Liegenschaft ist nie isoliert zu betrachten. Dienstbarkeiten, Grundlasten, Baurechtsverträge, Nutzungsbeschränkungen oder Auflagen aus dem Raumplanungsrecht können den Wert erheblich beeinflussen. Die Ausbildung vermittelt, wie diese rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert und korrekt in die Bewertung einbezogen werden. Ebenso relevant sind wirtschaftliche Faktoren: Mietrecht, Mietzinsgestaltung, Leerstände, Marktentwicklungen und regionale Preistrends.

Bewertungsmethoden

Das Herzstück der Ausbildung. Je nach Objektart kommen unterschiedliche, von Banken und institutionellen Investoren anerkannte Methoden zum Einsatz:

  • Vergleichswertmethode: Statistischer Vergleich mit ähnlichen Transaktionen, ideal für Wohnimmobilien.
  • Realwertmethode: Wertermittlung auf Basis der Herstellungskosten abzüglich Altersentwertung, ergänzt durch den Bodenwert.
  • Ertragswertmethode: Kapitalisierung der nachhaltigen Nettoerträge, zentral bei Renditeliegenschaften.
  • DCF-Methode (Discounted Cashflow): Diskontierung zukünftiger Erträge und Kosten über einen definierten Zeithorizont, besonders relevant bei Mehrfamilienhäusern und Geschäftsliegenschaften.
  • Weitere Methoden: Je nach Objekt und Zweck kommen zusätzliche Bewertungsverfahren zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode ist Teil der fachlichen Beurteilung und wird individuell auf Ihre Liegenschaft abgestimmt.

Die Wahl der richtigen Methode ist entscheidend. Eine Bewertung, welche auf einer Methodik basiert, welche nicht das Potenzial oder baurechtliche Aspekte berücksichtigt, kann falsche Marktwerte liefern.

Finanzierung und Besteuerung

Als Immobilienbewerter mit eidg. FA berät man Kunden umfassend bei finanzierungsseitigen und steuerlichen Aspekten. Wie wird der Belehnungswert berechnet? Wie wirken sich Belastungen wie Hypotheken oder Pfandrechte auf den Verkehrswert aus? Welche steuerlichen Folgen hat ein Verkauf, und wie beeinflusst die Grundstückgewinnsteuer den optimalen Verkaufszeitpunkt?

Was bedeutet das für Sie als Eigentümerin oder Eigentümer?

Ob Sie eine Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus  oder doch ein Grundstück mit Entwicklungspotenzial verkaufen möchten: Eine professionelle Bewertung durch eine eidgenössisch zertifizierte Fachperson schützt Sie vor zwei teuren Fehlern. Ein zu hoher Angebotspreis schreckt Käufer ab und verlängert den Verkaufsprozess. Ein zu tiefer Preis verschenkt Wert, den Sie nie zurückbekommen.

Unsere Bewertungen sind methodisch korrekt, bankenanerkannt und werden als vollständiges Bewertungsdossier übergeben, sowohl gedruckt als auch als PDF.

Neu: Gerichtsgutachten als Sachverständige

Mit dem eidgenössischen Fachausweis können wir als anerkannte Sachverständige auch für gerichtliche Verfahren beigezogen werden. Dies ist insbesondere relevant bei Erbstreitigkeiten, Scheidungen, Erbteilungen oder anderen rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Liegenschaften, bei denen ein unabhängiges, gerichtsfestes Gutachten benötigt wird.

Jetzt Immobilie bewerten lassen

Sie möchten wissen, was Ihre Liegenschaft heute wert ist? Wir bewerten Ihre Liegenschaft neutral, objektiv und mit Fachwissen. Persönlich, methodisch fundiert und mit über 20 Jahren Erfahrung im Schweizer Immobilienmarkt.

Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung

Désirée Brunoni
Immobilienbewertin mit eidg. Fachausweis (FA)

Möchten Sie Ihre Immobilie verkaufen und dabei von unserer Expertise profitieren?

Lernen Sie uns persönlich kennen. Ihre Immobilie ist bei uns in guten Händen: Wir begleiten und beraten Sie persönlich und lösungsorientiert bei Ihren Immobilienangelegenheiten. Fundiert, zuverlässig und unkompliziert – das ist unser Versprechen an Sie.

Erstgespräch vereinbaren